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Momente und Worte Logo für Freie Rednerin Nina Jahn

Heißt Freie Trauerrede ohne Kirche?

  • 6. Juni
  • 2 Min. Lesezeit
Prunkvoller Messing-Kronleuchter mit weißen Kerzen unter Gewölbedecke der Kirche in Lüdersen, ruhig und feierlich.

"Bei kirchlichen Beerdigungen spricht immer der Pastor, und der macht immer nur den gleichen Text."

Diesen Satz habe ich des öfteren gehört, wenn ich mit Menschen zum Thema Freie Trauerrede oder Beerdigung gesprochen habe.

Vielen fehlt es bei der kirchlichen Bestattung an den persönlichen Worten und damit sind nicht nur zwei Sätze gemeint, sondern eher eine persönliche Rede über den geliebten Menschen.

Das finde ich sehr schade, gerade weil ich es selbst schon erlebt habe.


Ein Freie/r Redner/in, ein Freier Trauerredner oder eine Freie Trauerrednerin nennt seine/ihre Trauerreden oft auch Lebensreden, da sie vom Leben erzählen. Sie sind kein tabellarischer Lebenslauf, sondern eine Schilderung der wichtigsten Lebensereignisse mit Höhen und Tiefen, mit Anekdoten und Pannen, mit Erfolgen und Erfahrungen. Nicht nur persönlich, sondern menschlich halt. Da dürfen auch kleine schräge Ticks oder Eigenarten erwähnt werden. Da darf geschmunzelt werden über Ereignisse, die man anders erwartet hat. Das Leben so zu erzählen, kostet Zeit. Ich sammele innerhalb kurzer Zeit unzählige Informationen aus der Familie, bereite diese auf und verwandele sie in eine Rede.

Als Freie Trauerrednerin ist genau dieses das Herzstück meiner Arbeit. Es macht die Trauerfeier zur einer persönlichen Trauerfeier, denn kein Absatz wiederholt sich. Jede Rede schreibe ich individuell für diesen einen Menschen oder für dieses Tier.

Freie Trauerrednerin in Münster-Hiltrup

Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass sich auch bei kirchlichen Abschiedsfeiern etwas ändert. Der geliebte Mensch, der nicht mehr bei uns ist, sollte im Mittelpunkt der Zeremonie stehen. Die kirchlichen Elemente könnten den Rahmen bilden. Das eine sollte das andere nicht ausschließen, so dass sich Familien entscheiden müssen.


Gerne begleite ich als Freie Trauerrednerin auch Eure kirchliche Zeremonie.

Sprecht mich gerne an, wo Eure Trauerfeier stattfinden soll, dann kontaktiere ich die jeweilige Kirchengemeinde.


Ich bin evangelisch getauft, bewusst konfirmiert und war 45 Jahre in der Kirche.

Nur weil ich ausgetreten bin, heißt es nicht, dass ich nun dagegen bin oder das kirchliche nicht mehr möchte. Für mich schließt sich Freie Trauerrednerin und Kirche nicht aus.


Für die Familien, die zu mir kommen, kann es unterschiedlich wichtig sein. Die einen möchten ein Vaterunser am Grab, andere lieber nicht. Vielleicht ist ein Gebet ein schöner gemeinsamer Abschied oder stattdessen ein paar persönliche Worte der Familie.

Wenn Ihr einen kirchlichen Segen ergänzen möchtet, ist auch das möglich.

Das Segnen ist nach evangelischem Verständnis kein Sakrament, daher kann jeder Christenmensch andere segnen.


Im Trauergespräch frage ich nach genau diesen Dingen und mache Vorschläge, wie wir es in die Zeremonie integrieren können.


Entscheidend ist, was zur Familie passt. Alles ist möglich und umsetzbar.


Wie sind Eure Gedanken dazu?

Seid Ihr auch der Meinung, das Freie Rednerin und Kirche nicht zusammen passen? Wenn ja, warum?

Wie sollte es Eurer Meinung nach sein?


Hannover, Springe, Wennigsen, Bad Münder, Hameln oder Hildesheim - Was meint Ihr:

wo ist eine Freie Trauerrede mit Kirche möglich?

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