Herzlich Willkommen im Leben einer freien Rednerin
- Nina Jahn

- 4. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Dez. 2025
Zertifizierte Freie Rednerin, so darf ich mich jetzt nennen.
Die Prüfung bei der IHK Osnabrück habe ich erfolgreich absolviert.

Wie läuft so eine IHK Prüfung zum/zur Freien RednerIn ab?
Im ersten Teil gilt es 25 Multiple Choice Fragen in 30 Minuten zu beantworten. Es gibt Fragen zur Durchführung der drei Hauptzeremonien: Kinderwillkommensfest, Freie Trauung und Freie Trauerfeier. Fragen zur Business-Gründung und zu notwendigen Versicherungen ergänzen das Paket.
Im zweiten Teil ist das Freie Reden dran. Ich habe den Auszug einer Traurede vorgestellt.
Im Anschluss daran stellen die drei Prüfer noch Fragen zum neu gegründeten Business:
Wie willst du dich aufstellen? Wo liegen deine Schwerpunkte? Wie kalkulierst du?
Wenn man in allen drei Teilen überzeugt, darf man - so wie ich - am Ende das Zertifikat in den Händen halten und fröhlich und erleichtert ein Foto machen.
Ist so eine Prüfung überhaupt notwendig?
Nein, als Freier Redner braucht man weder eine Ausbildung noch eine IHK Prüfung, da der Begriff Freier Redner nicht geschützt ist.
Wieso mache ich dennoch eine Ausbildung?
Als Freier Redner schreibt man nicht nur die Rede und trägt diese vor.
Ich bin auch verantwortlich für die Durchführung der Zeremonie.
In der Ausbildung zur zertifizierten Freien Rednerin (IHK) beim Redekunstwerk in Osnabrück geht es vor allem um die Struktur und Durchführung der drei Zeremonien
Kinderwillkommensfest
Freie Trauung
Trauerfeier.
Wie gestalte ich so eine Zeremonie? Welche Gespräche sind im Vorfeld sinnvoll und mit wem? Welche Hilfsmittel benötige ich? Welche Rituale können wie eingebunden werden? Wie gestalte ich die Zeremonie feierlich ohne dass es überladen wirkt? Wie gehe ich auf individuelle Kundenwünsche ein?
In der Schreibwerkstatt habe ich Werkzeuge zur Struktur und Entwicklung meiner Reden mitbekommen. Wie leite ich ein? Ist ein umrahmendes Thema wichtig? Wie lang sollte und darf die Rede sein?
Zusätzlich ging es ans Stimm- und Sprachtraining. Zwei Theaterpädagogen halfen mir dabei, meine Rede noch lebendiger und präsenter zu machen. Wie unterscheidet sich das Reden bei den jeweiligen Zeremonien? Muss ich wirklich flüstern, wenn ich doch nur leise sprechen will?
Wenn man von "Null" startet, gibt es so viel zu beachten für ein eigenes Business. Sehr informativ sind daher auch die Vorträge zum Thema Steuern und Versicherung. Wie muss ich mein Unternehmen steuerlich anmelden? Was bleibt mir am Ende vom eingenommenen Geld?
Das Thema Marketing hatte natürlich auch seinen Platz. Wie etabliere ich am Ende mein eigenes Unternehmen am Markt? Welche Art der Werbung ist sinnvoll? Mit wem kann ich kooperieren bzw. wo stelle ich mich am besten vor?
Was mache ich nun daraus?
Ich fühle mich gut gerüstet, eine Zeremonie zu organisieren und zu leiten. Das Schreiben macht mir Spaß, und ich freue mich, wieder kreativ sein zu können.
"Es ist, was es ist, aber es wird, was du daraus machst." ist eines meiner Lieblingsmottos.
Ich habe mein Unternehmen "Momente und Worte" genannt, weil ich zum einen offen sein möchte für jede Art der Zeremonie und zum anderen neben den drei gelernten Zeremonien auch Tiertrauerfeiern anbieten möchte. Dazu erzähle ich euch aber in einem meiner nächsten Posts mehr.




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